Es kann nicht sein, daß immer mehr Menschen nahezu die Hälfte ihres Nettoeinkommens für die Miete ihrer Wohnung ausgeben müssen. Die Mieten in den bayerischen Städten, auch in Nürnberg, Fürth und Erlangen sind in den letzten Jahren um mehr als 10% angestiegen. Dabei zeichnet sich ein dubioses Bild zwischen Stadt und Land.
Während in der City die Kaltmieten teils explosionsartig steigen gibt es dezentrale Regionen in Bayern, in welchen Immobilien leer stehen, da keine Arbeitsplätze vorhanden sind.
Natürlich muß man erkennen, das das Problem auch teils hausgemacht ist. Gerade in den Oberzentren findet bedingt durch die unkontrollierte Zuwanderung von Flüchtlingen zunehmend ein Verdrängungswettbewerb im Bereich der wenigen Sozialwohnungen statt. Im aktuellen Wohnungsbericht der Stadt Nürnberg ist nachzulesen, daß etwas mehr als 30% der Antragsteller auf eine Sozialwohnung arabische Familien sind. Dieses Klientel gab es 2014 noch nicht am Markt der sozial gebundenen Wohnungen.
Auch ist die Hysterie in puncto „Energetische Sanierung“ mit verantwortlich für fehlenden Wohnugsbau von Seiten privater Investoren. Im Vergleich zu den 1960/70/80er Jahren ist es für einen Privatmann mit angespartem Vermögen hinsichtlich der Rendite völlig uninteressant, ein 6- oder 8-Familienhaus zu bauen. In Zeiten der Klimaerwärumung unsinnige und teuere, energetische Bauvorschriften und galoppierende Bodenpreise locken Spekulanten, aber keine seriösen Investoren. Der kleine, aber feine Mittelständler ist mit seinem Geld dann an der Börse besser aufgehoben als am überhitzten Immobilienmarkt.
Diese Fehlentwicklung am Wohnuingsmarkt kann nur durch spezielle staatlich gefördete Wohnbauprogramme, gerne auch mit längerer sozialer Bindung, entschärft werden. Die energetische Sanierung als Pflichtprogramm muß abgeschaft werden; ebenso die Verwendung von Dämmmaterial, welches später einmal als Sondermüll zu entsorgen ist. Der von Kommunen ausgewiesene Baugrund muß parzelliert und kontrolliert offeriert werden, damit nicht nur Projektentwickler zum Zug kommen, sondern auch Privatpersonen und mittelständische Bauherrn.