Wir Freie Wähler lehnen die Bewerbung Nürnbergs zur Kulturhaupt Europas 2025 ab. Nicht weil diese Bewerbung nun 5 Mio Euro kosten wird und viele neue Pöstchen innerhalb der Stadtverwaltung dafür geschaffen wurden. Der teuerste Neuzugang dürfte der aus Köln kommende und auf der Position des Büroleiters agierende Prof H.J. Wagner sein mit einem sechsstelligen Bruttojahressalär. Uns bewegt die Unwägbarkeit dieser Bewerbung angesichts ernstzunehmender Konkurrenten, nicht abzuschätzender Folgekosten für die spätere Umsetzung in Millionenhöhe und das angesichts des sehr hohen Verschuldungsgrades der Stadt. Nürnberg hat die höchste Prp-Kopf-Verschuldung aller bayerischen Großstädte und seit Jahren vergleichsweise niedrige Einkünfte aus der Gewerbesteuer ohne erkennbare Tendenz nach oben. Nürnberg hängt inzwischen am finanziellen Tropf von Land, Bund und Europa. Ohne deren Mittelzuschüße wären in der Noris keine größeren Projekte mehr möglich. In dem Zusammenhang ist erstaunlich, daß der Kauf des leerstehenden Quelleareals für rund 16 Mio Euro aus finanziellen Gründen und wegen des „gefürchteten“ Denkmalschutzes abgelehnt wurde. Für das Hirngespinst einer „Kulturhauptstadt“ wurden in der Vergangenheit von anderen Austragungsorten im Schnitt 40 – 100 Mio Euro ausgegeben. Wer hat, der hat – nur Nürnberg hat das Geld eben nicht. Nicht einmal soviel, um die im Stadtgebiet notwendigen über 30 Brückensanierungen ad hoc in Auftrag zu geben.

Deshalb preferieren wir größere Marketingmaßnahmen für das Dürer-Jahr 2026. Dürer ist ein Garant für hohe Umsätze in der lokalen Tourismusbranche und dem Einzelhandel, was sich bei den Steuereinnahmen der Stadt signigikant wiederspiegeln wird. Die Freien Wähler leisten gerne mentalen Support wenn es darum gehr, Geld zu verdienen und nicht aus dem Fenster zu werfen.