Die aktuelle Forderung des Bayerischen Ministerpräsidenten nach einem bayernweiten 1-Euro-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr auf kommunaler Ebene mutet seltsam an, vor allen angesichts der ablehnenden Haltung vieler CSU-Fraktionen in bayerischen Städten – so auch in Nürnberg. Erst im Juli 2018 stimmten CSU und SPD im Nürnberger Stadtrat gemeinsam für weitere Fahrpreiserhöhungen gem.der Vereinbahrungen der sog. Atzelsberger Beschlüsse des Verkehrsverbundes. Bedenken und alternative Vorschläge der kleinen Parteien wurden von der GroKo vom Tisch gewischt, schneller als der Protollführer die Feder schwingen konnte. Auf den Vorschlag der FREIEN WÄHLER, sich auf einen einjährenen Testlauf auf Basis des Wiener Modells im ÖPNV einzulassen, gingen weder SPD noch CSU ein.
Bereits im Kommunalwahlkampf 2014 forderten Nürnbergs FREIE WÄHLER das 1-Euro-Ticket entsprechend des Wiener Modells. Damals sprangen andere kleine Parteien mit auf den Zug, zuletzt sogar Maly und seine SPD. Nach der Wahl hat aber die SPD das Thema Billigabo schnell in der Schublade verschwinden lassen. Soviel zum Thema Bürgernähe und Umweltschutz.