Die Freien Wähler sind stark in Bayern – das sagt ein Kandidat über Söders Stimmkreiswechsel und Seehofers Perspektive

Die Freien Wähler könnten am Sonntag zum Mehrheitsbeschaffer für die CSU werden. Im früheren Stimmkreis von Ministerpräsident Söder kandidiert FW-Mann Alexander Schenkel. Ein Gespräch über Alphatiere, pragmatische Politik und Folgen für die Bundesregierung.

Selten wurde eine Landtagswahl in Bayern auch außerhalb des Freistaats mit so viel Spannung erwartet wie der Urnengang am kommenden Sonntag. Es ist die erste Abstimmung seit den Chaos-Tagen der Berliner Koalition. Nicht wenige glauben, dass mit dem Wahlausgang auch das politische Schicksal von Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer verbunden ist. Die Dominanz der CSU ist dahin, soviel scheint nach den Umfragen bereits sicher. Von der erträumten absoluten Mehrheit spricht längst niemand mehr. Rein rechnerisch schien es zuletzt sogar denkbar, die CSU aus der Regierungsverantwortung zu verdrängen.

Zu den vielen Besonderheiten der bayerischen Politik gehört eine starke regionale Gruppierung namens Freie Wähler ( FW) – eine Abspaltung von der CSU. Rund 10 Prozent werden den FW zugetraut, sie könnten damit zu Garanten einer bürgerlich-konservativen Koalition im Maximilianeum, dem Sitz des Landtags, werden. Im bisherigen Wahlbezirk von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kandidiert der FW-Mann Alexander Schenkel. Im Gespräch mit dem stern schätzt das frühere CSU-Mitglied die politische Lage in Bayern, die veränderte Parteienlandschaft und die Folgen der Bayern-Wahl für die Politik in Berlin ein.

 

quelle:  https://www.stern.de/politik/deutschland/horst-seehofer-wird-nach-der-wahl-abgeloest—interview-zur-bayern-wahl-mit-fw-politiker-8395928.html