Wohin das Auge schaut, immer wieder stoßt man auf Abfall. Überfüllte Abfalleimer, Hundekot auf dem Gehweg, vergessene gelbe Säcke am Straßenrand, arglos weggeworfene Essensverpackungen und Zigarettenschachteln säumen vielerorts den Weg durch Nürnbergs Stadtteile. Das Thema beschäftigt Bürger wie auch Stadträte den lieben langen Tag und die Stadtverwaltung wird dem Problems scheints nicht Herr. Wohlgemerkt verursacht die Verschutzung des öffentlichen Raums nicht die Stadtverwaltung, sondern die hier lebenden Bürger und Gäste, die unsere Stadt besuchen. Auch ist die wachsende Zahl an Einwohnern mitverantwortlich für das wachsende Müllaufkommen und die erhöhte Belasstung der Kläranlagen. Durch die seit einigen Jahren stetig wachsende Zahl von Haushalten ist auch der Wasserbedarf entsprechend angestiegen.
Seit Juli 2018 können gelbe Säcke nicht mehr nach China exportiert werden. Wo landet Nürnbergs Plastikmüll künftig? Auch auf illegalen Deponien in Polen? Was passiert mit dem Elektroschrott, welcher bei den vielen Recyclinghöfen in Nürnberg gesammelt wird? Geht dieser Elektroschrott auch nach Afrika? Dieser Transport von Schrott und Abfällen um die halbe Welt ist ebenso schwachsinnig wie z.B. der Import von Äpeln der Sorte Pink Lady aus China nach Deutschland. Man könnte meinen, in Deutschland gibt es keine Apfelbäume. Diese Beispiele unterstreichen die Notwendigkeit einer CO²-Steuer, anders wird das Problem des Mülltourismus nicht zu lösen sein.